Samowar und Schal. 18,5x19,5 cm
Samowar und Schal. 18,5x19,5 cm
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Samowar und Schal. Neujahrsstillleben
Dieses originale Ölgemälde wurde in der Neujahrszeit in der Schweiz geschaffen. Im Zentrum der Komposition steht ein Tula-Samowar, der zur Familie meines Mannes gehört. Der Samowar wurde aus der Türkei in die Schweiz gebracht und birgt eine persönliche Familiengeschichte, die mit einem militärischen Vorfahren aus der osmanischen Armee verbunden ist. Über Generationen hinweg bewahrt, ist er nicht nur ein historisches Objekt, sondern auch ein lebendiger Teil des Familienlebens.
Über die Jahre hinweg haben wir diesen Samowar selbst in den Schweizer Alpen genutzt, Wasser darin erhitzt und im Freien Kräutertee zubereitet. Aus diesem Grund trägt das Objekt zwei Geschichten gleichzeitig: eine ältere Vergangenheit, verbunden mit Familienerinnerungen, und ein zeitgenössisches Leben, das in den Berglandschaften der Schweiz fortgesetzt wird.
Der Samowar selbst gehört zu einer Tradition, die eng mit Tula verbunden ist, dem historischen russischen Zentrum der Samowarproduktion und Metallhandwerkskunst. Seit Jahrhunderten dienten Samoware nicht nur als praktische Objekte zum Wasserkochen und zur Teezubereitung, sondern auch als Symbole der Gastfreundschaft, familiärer Zusammenkünfte und gemeinsamer Rituale am Tisch. (Encyclopedia Britannica)
Hinter dem Samowar erscheint mein Pawlo-Possad-Schal, den ich hier in der Schweiz trage. Sein Blumenornament wird Teil der Komposition und verwandelt den Hintergrund in ein Feld aus Farbe, Muster und kultureller Erinnerung. Pawlo-Possad-Schals gehören zu den bekanntesten Traditionen der russischen Textilhandwerkskunst und werden seit mehr als zwei Jahrhunderten hergestellt. (new.platki.ru)
Mandarinen sind neben dem Samowar als Symbole des Neujahrs platziert. In vielen Familien der ehemaligen Sowjetwelt sind Mandarinen stark mit Winterfesten, Kindheitserinnerungen und festlichen Zusammenkünften verbunden. Ihre leuchtend orange Farbe bringt Wärme und Licht in die Komposition und kontrastiert mit den kühleren blauen und violetten Tönen, die die Metalloberfläche des Samowars umgeben.
Anstatt als traditionelles Stillleben, das um formale Objekte herum arrangiert ist, vereint das Gemälde persönliche Artefakte, die verschiedene Schichten von Erinnerung, Geografie und kultureller Identität tragen. Russland, die Türkei und die Schweiz treffen in einem einzigen Bild aufeinander. Der Samowar, der Schal und die Mandarinen tragen jeweils ihre eigene Geschichte, doch zusammen bilden sie eine ruhige häusliche Szene, die durch das tägliche Leben verbunden ist.
Das Gemälde ist durch eine expressive, sichtbare Pinselführung aufgebaut. Dicke Schichten Ölfarbe verwandeln Reflexionen, Ornamente und Metalloberflächen in lebendige Farbübergänge. Der polierte Körper des Samowars spiegelt Fragmente des umgebenden Lichts wider, während der gemusterte Schal im Hintergrund in rhythmische blaue, weiße und violette Pinselstriche übergeht.
Aus direkter Beobachtung entstanden, hält dieses Werk nicht nur Objekte, sondern auch persönliche Erinnerungen fest. Es bewahrt einen Neujahrsmoment, in dem Familiengeschichte, kulturelle Traditionen und das heutige Leben in der Schweiz an einem vertrauten Tisch zusammenkamen.
Original-Ölgemälde von Olga Tacan.
Ort: Schweiz
Thema: Tula-Samowar, Pawlo-Possad-Schal und Mandarinen
Motive: Familienerinnerung, kulturelles Erbe, Neujahrstraditionen
Medium: Ölmalerei
Öl auf Karton
Plein-Air-Stillleben
Größe 18,5 cm x 19,5 cm
Größe mit Passepartout 35x35 cm
Datum: 11. November 2024
Ort: La Croix sur Lutry, Schweiz
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